Atmen Apnoe

Wir gehen nicht jeden Tag auf einen Apnoe-Tauchgang. Aber wir bringen uns sehr oft ganz unbewusst in eine ähnliche Lage – wahrscheinlich sogar täglich. Denn die meisten von uns, und ich zähle mich durchaus dazu, versorgen ihren Körper mit zu wenig Sauerstoff. Das nicht nur für ein paar Minuten, sondern oft über Stunden oder den ganzen Tag. Dabei können wir das ganz leicht ändern, durch gutes, richtiges Atmen, das ich dir zeigen möchte.

Auf Sauerstoff können wir nur wenige Minuten verzichten, deshalb liegt der Apnoe-Weltrekord auch bei gut 4 Minuten. Auf Nahrung und Flüssigkeit kann unser Körper wesentlich länger verzichten. Sauerstoff ist die wichtigste Basis für unseren Körper. Deshalb wird das Atmen auch von unserem vegetativen Nervensystem gesteuert und wir müssen uns nicht bewusst um diesen Vorgang kümmern. Nur so kann während wir arbeiten, kreativ sind, Sport treiben, Fernsehen schauen oder schlafen die Sauerstoffversorgung kontinuierlich sichergestellt werden. Diese Automatik ist der Vorteil.

Nachteilig ist, dass wir eben leider nicht merken wenn wir schlecht atmen. Ausser wenn die Sauerstoffsättigung in unserem Blut gemessen wird.

Vielleicht kennst du den Film über einen Apnoe-Taucher „Im Rausch der Tiefe“? Dieser Film zeigt sehr deutlich die Gefahren dieses Sports die vor allem im Sauerstoffmangel liegen. Da es sich um eine Extrem-Sportart handelt, sind die Gefahren natürlich höher als für uns im Alltag.

Kaffee statt Atmen?

Erste Anzeichen eines Sauerstoffmangels können Konzentrationsschwierigkeiten, Müdigkeit oder Kopfschmerzen sein. Brauchst Du unbedingt einen Kaffee oder hast einen Jieper auf etwas Süßes am Nachmittag? Du wunderst dich über häufige Kopfschmerzen?

Das alles können Auswirkungen eines Sauerstoffmangels sein. Dabei ist es so einfach diesen Mangel zu beheben, kostenlos und überall durchführbar.

Schlecht und flach atmen wir, weil eine schlechte Haltung, Stress und Anspannung einfach keinen Platz für tiefes Atmen lassen. Viel und zu langes Sitzen, oft noch Beine übereinander kreuzen beengt die Bewegung und Ausdehnung des Zwerchfells und die Atmung findet nur noch im oberen Brustkorb statt. Ein effektiver Gasaustausch mit mehr Sauerstoff in unserem Körper leider verhindert und über die Dauer leidet unser Körper.

Verspannt durch falsches Atmen

Neben dieser flachen Atmung gibt es noch Atembewegungen, die belastend wirken. Manche Menschen machen daraus einen richtig harten Job: Bei jedem Einatmen heben sie die Schultern, den Brustkorb, spannen den Hals und die Nackenmuskulatur an.

Als Folge leiden diese Menschen unter Verspannungen, falschen Bewegungen, Schulterproblemen und natürlich meist einer Sauerstoffunterversorgung. Treiben diese Menschen Sport, führt das zu noch mehr Anspannung und Verspannung.

Atmen mit Maske

Jetzt erschwert uns der notwendige Mund-Nasen-Schutz leider zusätzlich das Atmen. Einem gesunden Menschen droht damit natürlich kein akuter Sauerstoffmangel. Doch der Atemvorgang wird erschwert, was besonders für die Menschen, die aufwendig Atmen eine zusätzliche Belastung ist. Auch wenn die so kleinen Sauerstoffmoleküle durch Flies und Stoff passen, unsere Sauerstoffunterversorgung kann größer werden, da es doch einfach anstrengender ist zu atmen.

Daher die Maske tragen, wenn es notwendig ist. Pausen machen, rausgehen und bewusst atmen.

Denn eine ausreichende Sauerstoffversorgung fördert unsere Leistungsfähigkeit und unsere Entspannung. Muskeln, besonders im Schulter- und Nackenbereich können loslassen. Wir dehnen die Bauchmuskulatur bei einer tiefen Einatmung, genauso wie die seitlichen Rippenbereiche. Somit wird in Folge das Atmen selbst wieder leichter, weil muskuläre Widerstände durch die Dehnung vermindert sind.

Richtig Atmen Audio Anleitungen

„Mal tief durchatmen!“

Schon der Volksmund weiß um die Wichtigkeit der Atmung: „Atempause“ und „mal tief durchatmen“ sind nur zwei Aussprüche, die zu erkennen geben, das Atmen mehr ist als nur Luft holen.

Zeit, dass Du dir selbst gutes Atmen gönnst und deinen Körper ausreichend mit Sauerstoff verwöhnst. Richtiges Atmen ist ganz einfach und Du kannst es selbst dir beibringen, mach eine echte Atempause. Leg Deine Hände auf den Bauch unterhalb deines Bauchnabels. Atme tief ein und schiebe deinen Atem in den Bauch, unter deine Hände.  Achte darauf keine Spannung in Schulter und Nacken zu spüren. Auch dein oberer Brustkorb sollte sich nicht heben und senken. Beim Ausatmen spürst du, wie dein Bauch wieder in sich zusammensinkt, flacher wird. Wiederhole diese tiefe Atmung ein paar Mal und erlebe den Unterschied.

Wenn Du eine intensivere Atempause möchtest, mehr Anleitungen und einfach mal richtig gut atmen willst, hör in mein neues Audio-Training rein. Atmung soll einfach und leicht sein mit dem Gewinn von Sauerstoff – das ist das Naturprinzip unseres Körpers. So funktioniert Leben und eine gute, richtige Atmung ist Voraussetzung für mehr Lebensqualität.

Rippenmuskeln dehnen

Gönn‘ Dir eine Atempause!

Für ein leichteres Atmen sorgt auch die Seitdehnung. Die Rippenbögen werden nur minimal mit einer guten Atmung bewegt. Atmen wir flach, fällt sogar diese kleine Bewegung weg. Die Muskeln zwischen den Rippenbögen verkürzen, verspannen. Diese Dehnung lieben meine Teilnehmer in der bewegten Pause genauso wie in allen anderen Trainings. Es fühlt sich befreiend an, höre ich oft. Im Training an Reformer und Cadillac gibt es noch wunderschöne Variationen, die eine sehr intensive Dehnung hier zum Genuss werden lassen. So klappt es mit dem Reinatmen zwischen die Rippen. Mehr Atemvolumen, eine bessere Sauerstoffversorgung und sich einfach frischer fühlen sind die direkten Ergebnisse, die mir meine Teilnehmer berichten. Nicht spürbar ist, dass durch ausreichend Sauerstoff unser Immunsystem besser arbeitet und das ist doch besonders für die herbstliche Erkältungszeit wichtig.

Toll, dass es diesen Boost durch guten Atmen einfach so gibt und Du selbst für dich ganz einfach sorgen kannst!