Kalte Füße nicht nur im Schnee?

Dieses Thema hat sich meine Freundin von mir gewünscht. Sie hat wie so viele Menschen, besonders viele Frauen, im Winter fast ständig kalte Füße. Kalte Hände ebenfalls oft, aber die Füße empfindet sie als noch scheußlicher.

Nackt mit den Füßen im Schnee stehen wäre wirklich grausam für sie.

Das kalte Füße bei uns Frauen sehr verbreitet sind, leider nicht nur im Winter wissen inzwischen wirklich alle. So verpacken wir sie in dieser kalten Jahreszeit in besonders dicke Socken und warme Schuhe, im Haus schöne kuschelige Hausschuhe. Unsere kalten Hände versorgen wir mit warmen Handschuhen.

Warme Füße nur mit dicken Hausschuhen

Gibt’s Übungen gegen kalte Füße?

Aber gibt es da noch mehr was wir tun können? Das genau war das Anliegen meiner Freundin.

Klar, da gibt es eine ganze Menge Tipps und Empfehlungen. Aber gibt es Trainingsübungen oder Bewegungen die langfristig für wärmere Füße Sorgen? Eindeutig ja, es gibt spezielle Übungen!

Allgemeine Empfehlungen, wie regelmäßig Sport treiben, um den Kreislauf und Stoffwechsel anzukurbeln, Muskelmaße aufbauen, die uns wärmer hält und Wechselbäder – all‘ dass lass ich hier außen vor, schließlich geht es bei mir um Bewegung!

Wenig Fußmuskulatur durch Straßen

Betrachten wir zuerst mal unsere Füße. Bei vielen Menschen, Frauen wie Männer, ist die Muskulatur hier unterentwickelt. Wie soll die Muskulatur auch trainiert werden, wenn unsere Füße immer in Schuhen stecken und auf flachem, ebenem Boden gehen? Unseren Füßen fehlt einfach die Herausforderung im Alltag. Joggen, spazieren oder wandern sind allerdings kein Training, sondern können zu einer Belastung werden, insbesondere bei Fehlstellungen der Füße.

Für eine bessere Fußmuskulatur bedeutet es konkret öfter mal barfuß zu gehen auf herausforderndem Boden. Herausfordernder Boden ist nicht der Bürgersteig oder die gepflasterte Fußgängerzone. Sondern Boden, der uneben ist, am besten ist Waldboden, Strand – das ist also eher etwas für den nächsten Sommer. Solche Böden trainierte unsere Fußmuskeln und regt zusätzlich Sensorik, sowie Gleichgewichtssinn an. Also ein echtes Ganzkörpertraining. 

Aber zurück zu den kalten Füßen. 

Die Lösung ist hier:

Die gute Nachricht ist, es gibt auch etwas für jetzt, direkt im Winter. Eine Art kleine Geheimwaffe, um kalte Füße langfristig in wärmere Gliedmaßen zu verwandeln: Den Fußrücken ausrollen! Sanft den Fußrücken von den Zehen zum Fußgelenk über die kleine Rolle ausrollen. Mal die äußere Seite, mal den inneren Bereich mitrollen. Am besten geht das im Vierfüßlerstand.

Ebenso spezielle Fußgymnastik unterstütz und fördert die Muskulatur hier, somit auch die Durchblutung, die gefühlte Temperatur in unseren Füßen. Hier eine schöne Übung, die zudem das Fußquergewölbe unterstütz. 

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Kalte Hände weil der Nacken zwickt!

Jetzt schauen wir uns die Situation unserer kalten Hände etwas genauer an: 

Die Blutbahnen, die unsere Hände versorgen, kommen von unserem Körperzentrum. Sie verlaufen über den Nacken, die Schultern und die Arme in unsere Hände und Finger. Ist unser Schulter- und Nackenbereich verspannt, werden Versorgungsbahnen einfach zusammengedrückt.

Ich stelle mir das immer vor wie bei einer fünfspurigen Autobahn, auf der eine Baustelle errichtet wird. Dadurch ist nur noch eine Spur offen. Es entsteht Stau und es kommen wesentlich weniger Autos pro Stunde weiter. So ähnlich wirkt ein verspannter Muskel auf Leitungsbahnen im Schulter-Nackenbereich. Es kommt weniger Blut durch, die Durchblutung wird schlechter. Die leidigen Nacken- und Schulterverspannungen verhindern die optimale Versorgung und sind leider keine lokalen Probleme. Wenn dich diese Verspannungen plagen, dann ist eine gute aufgerichtete Haltung, die du natürlich ohne ständige bewusste Anspannung halten kannst, die wichtigste Basis. Dazu gehört Muskeln zu entspannen, genauso wie zu kräftigen, eine starke Rumpfmuskulatur. Der sensible Nacken-Schulter-Bereich reagiert auf unsere Psyche. Deshalb hilft es insgesamt sich weniger zu stressen und gelassener zu leben. Das ist glaube ich ein lebenslanger Prozeß, bei dem uns meditieren helfen kann!

Wie Du Verspannungen gezielt mit Übungen abbauen kannst, findest du vielen meiner Videos. Eine tolle Übung findest du hier und jedem Werktag in meiner bewegten Pause um 12.30 Uhr.

Mousehände sind besonders kühl 

Manche Menschen bemerken, dass die Hand, mit der sie an der Computermouse arbeiten, angespannter und oft auch kälter ist. Hier empfehle ich dir öfter mal diese Hand zu bewegen, Hand und Unterarm zu entspannen, kleine Handkreise täglich zu integrieren. Mit dem Ausrollen von Hand und Unterarm löst du Verspannungen und sorgst für eine bessere Durchblutung.

Kleine Pausen sind wichtig, kleine Übungen fördern unser körperliches Wohlbefinden und dann lässt’s sich auch wieder konzentrierter Arbeiten.

Außerdem hat die Spannung in unseren Händen einen direkten Einfluss auf die Spannung im Nacken. Es hängt also alles doch wieder mit einander zusammen.

Wärmende Ernährung

Bewegung ist vieles, aber nicht alles für unseren Körper, in unserem Leben.

Deshalb zu guter Letzt also doch noch eine andere Empfehlung. Zu unserer Ernährung, das ist schließlich mein zweites Lieblingsthema. Ich habe früher auch immer kalte Füße und schnell kalte hände gehabt. Mir hat sehr geholfen, besonders im Winter morgens warm zu frühstücken und auch abends. Wie wohl uns eine warme Suppe bei Kälte tut, haben wir doch alle schon mal erlebt. Wenn wir im Winter immer nur kaltes essen, reagieren besonders wir Frauen empfindlicher mit noch mehr frieren. Also warm essen und im Winter zu Gewürzen wie Zimt, Kardamom und Anis oder Ingwer greifen. Das passt auch einfach mal in den Kaffee oder hier mein neues Lieblingsgetränk: 

Zitronentee mit Ingwer und Sternanis – ist ganz einfach und schnell selbst gemacht!

Sternanis stärkt unsere Abwehrkräfte und der heiße Becher in unseren Händen, erwärmt ganz nebenbei sofort die Hände.

Ich bin gespannt, welche Empfehlungen du ausprobierst und mir gerne deine Erfahrung mitteilst.

Zitronentee mit Ingwer und Sternanis