Federn als Widerstandskraft

Häufig genug im Leben glauben wir der Aussage, nur viel auch viel hilft.

So laufen wir beim Joggen eine Extrarunde, machen im Sporttraining ein paar Wiederholungen mehr und legen noch etwas mehr Gewicht auf.Mit mehr Gewicht müssen wir uns mehr anstrengen, es bringt also mehr. so unsere allgemeine Denk- und Handlungsweise. 

Spätestens seitdem die Homöopathie Einzug in unser Leben gehalten hat, wissen wir jedoch das auch Minimaldosierungen eine große, manchmal sogar die noch größere Wirkung erzielen.

So ist es auch im Pilates-Training. Hier kann mit dem geringsten Gewicht die maximale Anstrengung erwirkt werden. Dabei, wir setzen im Pilates gar keine Gewichte ein.  An den Pilates-Geräten trainieren wir mit Federn. Große Metallfedern in verschiedenen Stärken, daher sprechen wir von Widerständen bei den Pilates-Übungen an den Geräten.

Vorteil der Federn

Der Vorteil dieser Feder-Widerstände ist, dass es eine besonders effektive Muskelarbeit erfordert. Es ist ein organischer Widerstand, der mit dem weiteren Auseinanderziehen der Feder schwieriger wird.

Zudem erfordert die Feder Kontrolle und Kraft in beide Richtungen der Trainingsübung. Auf dem Rückweg einfach nur nachgeben, funktioniert bei der Federkraft nicht. Das ist das Besondere und bringt uns, den Trainierenden, das unsere Muskeln kräftiger werden und gleichzeitig elastisch. Die Beweglichkeit wird größer, ich unterstütze mich mit dem Gerätetraining um im Stand endlich mit den Händen auf den Boden zu kommen oder Drehung meines Oberkörpers zu verbessern. Das ist z.B. sehr wichtig für Autofahrer um nach den Radfahrern zu schauen oder gut einparken zu können -auch ohne Rückwärtskamera.

Die Muskelarbeit ist eine exzentrische: Der Muskel kontrahiert sich, muss dynamisch arbeiten und gleichzeitig länger werden. Wir dehnen Muskeln also während diese arbeiten. Das mögen Muskeln nicht so, ist aber besonders effektiv. Zudem verbessert es die intramuskuläre Koordination.

Den Widerstand zu erhöhen ist kein ganzheitliches Training und einseitig. Die Übung ist nur auf einem Weg eine Herausforderung. Muskeln werden stärker, aber wir verlieren unsere Beweglichkeit und eine gute Koordination.

Im Pilates mit den Federn hingegen werden unsere trainierten Muskeln stärker und gleichzeitig beweglich und schlank.

Homöopathisch könnten wir auch die Ziele bezeichnen, die wir mit dem Pilates-Training am Gerät verfolgen können.

Dehnung mit viel oder wenig Federn möglich

Viele Menschen bemerken mit zunehmendem Alter, dass sie unbeweglicher werden. Dehnen ist dann immer ein erster Ansatz, aber gerade das statische Dehnen ist im Grunde sinn- oder wertlos.

Im Pilates können wir unserem Körper zeigen, welche Bewegung wir erreichen wollen. Wir, unser Körper kann fühlen wie es sich in einer Bewegung anfühlt indem uns das Gerät unterstütz. Wir lernen das Ziel kennen und wissen so wo wir hinwollen. Das ist so wie, wenn Sie Ihr Navigationsgerät anschalten um ein bisher unbekanntes Ziel zu erreichen. Mit dessen Unterstützung finden Sie den Weg. Ein nächstes Mal brauchen wir das Navi vielleicht nur noch zu Sicherheit. 

Bilder im Kopf

Genauso ist es mit dem Training an den Geräten: Kennen wir die Zielposition, haben wir ein inneres Bild und können es so viel einfacher erreichen.

Natürlich wollen wir Bewegung und Kraft also im Grunde unsere Leistung verbessern.

Insofern machen wir den Widerstand nicht immer nur stärker. Sondern dosieren so, dass unser Körper in beide Richtungen ganzheitlich gefordert wird. Im Gegenteile, es ist möglich, dass eine Übung sogar mit gar keinem oder nur sehr geringem Widerstand wesentlich anstrengender wird als mit dem Maximalwiderstand.

Es ist eben nicht immer, dass viel viel hilft.

Sind Sie neugierig? Testen Sie einfach die Effektivität und das Training in einem Einzeltraining bei mir oder Sie sind direkt beim Reformer-Flow-Training dabei.