Knackiger Po - aktiv oder inaktiv?

Ein knackiger Po – warum oft alles Training nicht’s hilft.

Wer wünscht sich nicht einen knackigen Po? 
Ein toller Po ist ein Hingucker und so manches Hinterteil hat den Eigentümer schon Prominentenstatus beschert. Allerdings ist reines Training für einen knackigen Po der falsche Ansatz und bleibt ergebnislos.

Nüchtern betrachtet ist der Po-Muskel, der Gluteus maximus der größte Muskel des Menschen. Dieser Muskel ermöglicht uns das Gehen, unterstützt uns besonders beim Berg-und Treppeaufwärtsgehen. Ebenso beim Aufstehen vom Sitzen hilft er uns wieder in den aufrechten Stand.

Das sind wir schon beim Thema, denn das viele und lange Sitzen ist für diesen Muskel strapazierend.

Bei vielen Menschen erkenne ich in der Haltungsanalyse das der Gluteus maximus nicht arbeitet. Gehe ich meiner Vermutung nach und teste mit Hilfe von MIRA seine Funktion, muss ich häufig feststellen, dass dieser Muskel nicht mehr arbeitet.

Dadurch wird Gehen für den Eigentümer anstrengender, besonders das Treppen steigen und Bergauf wandern. Doch auch das Stehen ist anatomisch ohne den Gesäßmuskel nicht mehr ausbalanciert. Leider hilft alles Training nicht, diesen Muskel vielleicht attraktiver und knackiger zu trainieren. Denn er kann einfach nicht angesteuert werden. Andere Muskeln müssen seine Arbeit übernehmen, diese werden dann überlastet und es kommt zu Fehlbelastungen.

Das Schöne ist, dass beim Gluteus maximus meist ein erster Impuls mit der MIRA ausreicht um in wieder zu aktivieren.

Knackiger Po

Besonders Frauen sind betroffen

Interessanterweise stelle ich den inaktiven Pomuskel bei sehr vielen Frauen fest. Warum das so ist, kann ich bisher nicht eindeutig ausmachen und es gibt dafür sehr viele individuelle Gründe. Trotzdem führte diese Aufmerksamkeit mich zu diesem Blog. Denn ich glaube nicht, dass nur ich besonders Frauen um mich habe, bei denen das so ist. Ich denke, dass dieses Phänomen bei vielen Frauen ist. Nur kennen wir kraftvolles, leichtes Gehen nicht mehr und kommen nicht auf die Idee, dass es einzig am Glutens maximus liegen könnte.

Der männliche Po ist eher verspannter

Interessanterweise ist bei Männern das genaue Gegenteil wesentlicher verbreitet: Sie können ihren Po kaum entspannen. Diese Verspannung zeigt sich auch darin, dass Männer unbeweglicher, steifer sind und oft nicht mit den Fingern direkt zum Boden kommen.

Bleiben wir aber mal bei uns Frauen und den inaktiven Pomuskeln.

Grundsäztlich verkürzt vieles Sitzen den Muskel, was ihn aber nicht stärker oder knackiger macht. Durch das stundenlange „plattsitzen“ wird er schwächer und reagiert mit Verspannungen bis hin zu Triggerpunkten in seinen Fasern. Das kann schmerzhaft werden, dass auch Sitzen dann unangenehm wird. Zudem können verspannte Gesäßmuskeln zu vielen weiteren Erscheinungen wie Hämorrhoiden und Verdauungsproblemen führen. Ausserdem kann seine hohe Spannung andere Muskeln im Verlauf der Muskelkette oder über die Faszienverbindung anspannen und zu deren Verspannung beitragen.

Den Po entspannen um zu trainieren

Hier ist statt Krafttraining erstmal Faszientraining oder Dehnen angesagt. Dehnen sollte mit größter Aufmerksamkeit, dem Hineinspüren ausgeführt werden, anstatt einfach x Minuten statisch zu halten.

Sind Triggerpunkte und Verspannungen reduziert, kann der Muskel vom Gehirn aus wieder angesprochen werden, ist Training angesagt. Das kann schon im Treppensteigen liegen oder besser um sicher zustellen, die anatomisch korrekten Bewegungsausführungen zu lernen beispielsweise auf dem Reformer im Liegen. Dazu schau dir einfach mein Video an. Natürlich bietet der Reformer und das Pilatestraining auch mehr Herausforderung, wie z.B. in dieser Übung. Möchtest du auch wieder richtig und leicht gehen, dein Training wieder effektiv gestalten mit funktionierenden Po-Muskeln, probier MIRA mit mir aus und dann auch gleich die richtigen Übungen für’s Training.