Psoas Hüftbeuger

Ich weiß genau wie es sich anfühlt und in welchen Situationen es passiert. Es ist als wenn mir mein rechtes Bein nicht gehorcht, ein Schritt nach vorne ist fast unmöglich. Ein großes Schwächegefühl um das gesamte Hüftgelenk. Mit großer Konzentration und Willen, dem Vorstellen und wissen, wie die Bewegung sein solle,  schaffe ich es mein Bein nach vorne zu bewegen.

In diesem Moment, versagt mein rechter Hüftbeuger.

Das kann zum einen das Resultat sein, das dieser Muskel verkürzt ist. Zum anderen reagiert dieser Psoas sensibel auf Stress. Was evlotuniärer ein Überlebensvorteil bedeutet, ist heute lästig oder kann sogar zu Beschwerden führen.

Des weiteren gehört der Hüftbeuger, auch Psoas genannt, zu unseren Kampf- oder Flucht-Muskeln.

Unser gesamter Körper ist permanent unseren Gefühlen ausgesetzt. Glücksgefühle durchströmen uns genauso, wie Ängste und Sorgen. Alles, Organe, unsere Muskeln, jede unserer Zellen fühlt unsere Emotionen, auch wenn wir die Auswirkungen nicht direkt spüren.

Fühlst Du Dich richtig gut, glücklich, richtest Du Dich auf, Bewegung fällt Dir insgesamt leicht oder Du hast sogar ein größeres Verlangen nach mehr Bewegung. Plagen uns hingegen gerade Sorgen oder Ängste, sehen wir das meinst an uns selbst wie auch an anderen Menschen bereits an unserer Haltung. Wir fallen etwas in uns zusammen, machen uns kleiner, die Schultern fallen nach vorne, wir stehen gebeugt. Sorgen erdrücken uns und Ängste zermürben uns, was unsere Sprache ausdrückt, zeigt unser Menschenkörper.

Hervorzuheben ist hier besonders der Psoas-Muskel, ausgesprochen „So-az“.

Dieser Muskel ist die einzige muskuläre Verbindung zwischen unserem Rumpf und unseren Beinen. Wenn wir uns bedroht fühlen, ist es wichtig, dass dieser Muskel schnell einsatzbereit, damit wir schnell fliehen, weglaufen oder kämpfen können. .

Was früher eine überlebenswichtige Funktion war, ist heute für uns leider hinderlich.

Wer kennt es nicht: Wir sitzen am Rechner und erhalten eine unangenehme Email. Fliehen und Kämpfen funktioniert aufgrund der (meist) persönlichen Abwesenheit des Auslösers genauso wenig, wie es unsere gesellschaftlichen Konventionen gutheißen. Wir bleiben also sitzen. Der ganze Aufwand, den unser Körper zum Fliehen und Kämpfen betrieben hat, verpufft ungenutzt. Da stauen sich Energien auf, sowohl die körperlichen wie auch die mentalen. 

Zudem verkürzt sich der Psoas in der Sitzposition und wer sitzt heute nicht überwiegend? Muskeln verkürzen sich, wenn Ansatz und Ursprung des Muskels über längere Zeit nah beieinander sind. Der Psoas verläuft von der letzten Rippe und den Lendenwirbeln, rückwärtige Beckenoberkante zur Innenseite des Oberschenkels. Die Distanz zwischen diesen beiden Punkten wird im Sitzen kleiner, der Hüftbeugermuskel  so immer kürzer.

Durch einen zu kurzen Psoas, besonders wenn einer kürzer ist als der andere, können Rückenbeschwerden, besonders im ISG entstehen.

Rückenschmerzen und Darmbeschwerden durch den Psoas

Da der Posas durch unseren Bauch verläuft, berührt und beeinflusst er auch unseren Darm. So kann ein verkürzter oder immer angespannter Psoas zu Darmstörungen führen. Umgekehrt ist der Dickdarm gereizt, können sich beide Hüftbeuger-Muskeln verkürzen.

Daher ist es besonders wichtig, diesen Muskel zu dehnen. Denn seine Verkürzung kann auch zu Rückenschmerzen besonders im Iliosakralgelenk (ISG) führen. Dieses Gelenk verbindet das Becken mit den Lendenwirbeln. Stimmt hier die Verbindung nicht genau, kommt es schnell zu Beschwerden oder sogar Blockaden.

Beide Psoas-Muskeln sollten gleich lang sein, um keine Unsymetrien entstehen zu lassen und um Blockaden zu vermeiden.  

Ein guter Psoas hilft uns beim Laufen, Wandern, allen Laufsportarten, ob Fußball oder Tischtennis und auch beim Radfahren.

Neben den ganz klassischen und bekannten Dehnungen im Ausfallschritt, findest Du hier eine richtig effektive Dehnübung.

Gefühle verbessern durch einen gesunden Hüftbeuger 

Ein weiterer Pluspunkt, den Du durch einen geschmeidig, elastischen Psoas erfährst, ist, dass Du weniger oder nicht so schnell Angstgefühle haben wirst, nicht so schnell in eine Flucht- oder Kampfsituation kommst. Denn unser Körper kann auch unsere Gefühle beeinflussen. Es ist wie immer, unser Körper ist ein Zusammenspiel und alles hängt voneinander ab.

Schließlich können wir auch mit Meditationen, bestimmten Gehirnwellen nicht nur unser Denken und unsere Gefühle verändern, sondern auch unsere ganzheitliche Gesundheit bis in jede Zelle.

Darum mache ich gerne beides, psychisch für meine Gesundheit sorgen, genauso wie physisch. Denn es hängt eben beides voneinander ab und beeinflusst sich. gegenseitig

Wie machst Du es, was tust Du für Dein tägliches Wohlfühlen, Deine Gesundheit?

ganze
Persönlich online trainieren am 12.5.21 von 18 bis 19.30 Uhr